E-Mails nicht einfach verwerfen!
Verfasst: Do 18.06.2015, 10:57
Einleitend:
Um die UMA als Archivierungslösung u. a. im Sinne von GDPdU überhaupt nutzen zu können, muss ein dicker Designfehler behoben werden. Bis dahin können wir nicht ruhigen Gewissens die UMA vermarkten bzw. selbst einsetzen.
Diesen Text habe ich auch in die Wunschbox eingegeben, das ist aber eher kein Feature-Request, sondern ein Konzeptionsfehler – daher auch hier:
http://www.securepoint.de/support-service/wunschbox.html
Beschreibung:
Nicht einem UMA-Konto zustellbare Nachrichten werden einfach verworfen und nicht archiviert. Das ist indiskutabel – schon im Sinne der GDPdU.
Testumgebung:
Exchange Online in einem Office365-Tarif
HUB-Betrieb
Keine AD-Anbindung, sondern lokale Benutzerverwaltung der UMA
Auf dem Exchange-Online-Server wurde speziell für die UMA ein Postfach eingerichtet, um den HUB-Betrieb zu ermöglichen. Alle ein- und ausgehenden E-Mails der teilnehmenden Konten schicken eine Kopie an das UMA-Postfach.
Das UMA-Postfach wird an die UMA über IMAP, mittels SSL gesichert, angebunden.
Details:
Kann die UMA anhand der Empfängerdaten eine E-Mail intern nicht zustellen, wird diese nicht archiviert, sondern unwiderruflich gelöscht. Das darf nicht sein, denn in dieser Betriebsrat kann das des Öfteren vorkommen. Hier nur zwei Fälle:
Newsletter/Massensendungen/BCC: Viele stellen über „BCC“ zu, d. h. in der „To-Zeile“ bzw. „Cc-Zeile“ steht vollkommen was anderes, insbesondere unbekannt für die UMA. Solche E-Mails werden von der UMA einfach gelöscht.
Empfang über Weiterleitung: Es gibt Systeme, bei denen viele E-Mail-Adressen nur als Weiterleitung existieren. Z. B. ist die Adresse „lieferant1@domäne.tld“ als Weiterleitung auf die real existierende Adresse „einkauf@domäne.tld“ realisiert. Schickt jemand eine E-Mail an „lieferant1@domäne.tld“, landet dies im Exchange im Postfach „einkauf@domäne.tld“, allerdings steht nirgends im Header diese E-Mail-Adresse, so dass diese E-Mail in der UMA nicht zustellbar ist und demnach gelöscht wird.
Stellen Sie sich vor, wir richten am E-Mailserver eine Weiterleitung für die Buchhaltung ein: „buchhaltung@domäne.tld“, die an mehrere Sachbearbeiter weitergeleitet wird. Diese E-Mails gingen alle verloren, da das UMA-Konto „Buchhaltung“ nicht eingerichtet wurde. Eine nachträgliche Zuordnung dieser E-Mail-Adresse bei bestehenden UMA-Konten ist nicht möglich, denn sie werden gelöscht.
Fazit:
Alles was im E-Mail-Postfach landet, das für den UMA-Betrieb verwendet wird, ***MUSS*** archiviert werden – das vollkommen unabhängig davon, ob eine E-Mail einem UMA-Benutzer zugestellt werden kann. Nicht zugestellte E-Mails ***MÜSSEN*** zumindest in einem Sammelpostfach gespeichert werden, damit sie nicht verloren gehen.
Um die UMA als Archivierungslösung u. a. im Sinne von GDPdU überhaupt nutzen zu können, muss ein dicker Designfehler behoben werden. Bis dahin können wir nicht ruhigen Gewissens die UMA vermarkten bzw. selbst einsetzen.
Diesen Text habe ich auch in die Wunschbox eingegeben, das ist aber eher kein Feature-Request, sondern ein Konzeptionsfehler – daher auch hier:
http://www.securepoint.de/support-service/wunschbox.html
Beschreibung:
Nicht einem UMA-Konto zustellbare Nachrichten werden einfach verworfen und nicht archiviert. Das ist indiskutabel – schon im Sinne der GDPdU.
Testumgebung:
Exchange Online in einem Office365-Tarif
HUB-Betrieb
Keine AD-Anbindung, sondern lokale Benutzerverwaltung der UMA
Auf dem Exchange-Online-Server wurde speziell für die UMA ein Postfach eingerichtet, um den HUB-Betrieb zu ermöglichen. Alle ein- und ausgehenden E-Mails der teilnehmenden Konten schicken eine Kopie an das UMA-Postfach.
Das UMA-Postfach wird an die UMA über IMAP, mittels SSL gesichert, angebunden.
Details:
Kann die UMA anhand der Empfängerdaten eine E-Mail intern nicht zustellen, wird diese nicht archiviert, sondern unwiderruflich gelöscht. Das darf nicht sein, denn in dieser Betriebsrat kann das des Öfteren vorkommen. Hier nur zwei Fälle:
Newsletter/Massensendungen/BCC: Viele stellen über „BCC“ zu, d. h. in der „To-Zeile“ bzw. „Cc-Zeile“ steht vollkommen was anderes, insbesondere unbekannt für die UMA. Solche E-Mails werden von der UMA einfach gelöscht.
Empfang über Weiterleitung: Es gibt Systeme, bei denen viele E-Mail-Adressen nur als Weiterleitung existieren. Z. B. ist die Adresse „lieferant1@domäne.tld“ als Weiterleitung auf die real existierende Adresse „einkauf@domäne.tld“ realisiert. Schickt jemand eine E-Mail an „lieferant1@domäne.tld“, landet dies im Exchange im Postfach „einkauf@domäne.tld“, allerdings steht nirgends im Header diese E-Mail-Adresse, so dass diese E-Mail in der UMA nicht zustellbar ist und demnach gelöscht wird.
Stellen Sie sich vor, wir richten am E-Mailserver eine Weiterleitung für die Buchhaltung ein: „buchhaltung@domäne.tld“, die an mehrere Sachbearbeiter weitergeleitet wird. Diese E-Mails gingen alle verloren, da das UMA-Konto „Buchhaltung“ nicht eingerichtet wurde. Eine nachträgliche Zuordnung dieser E-Mail-Adresse bei bestehenden UMA-Konten ist nicht möglich, denn sie werden gelöscht.
Fazit:
Alles was im E-Mail-Postfach landet, das für den UMA-Betrieb verwendet wird, ***MUSS*** archiviert werden – das vollkommen unabhängig davon, ob eine E-Mail einem UMA-Benutzer zugestellt werden kann. Nicht zugestellte E-Mails ***MÜSSEN*** zumindest in einem Sammelpostfach gespeichert werden, damit sie nicht verloren gehen.