Hierzu fällt mir ergänzend ein weiteres Problem ein. Stellen Sie sich vor, ein Anwender trennt sich von seinem Partner und nimmt wieder seinen Geburtsnamen an. Fortan muss er ständig an einen wahrscheinlich nicht so positiven Abschnitt seines Lebens erinnert werden. Wahrlich eine Folter. Unter Beachtung der Problematik bei der AD-Integration, wie dies Kollege Ketterer beschrieb, kommen Sie nicht umhin, hier für eine Lösung zu sorgen.
Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich mir Gedanken über einen möglichen Lösungsansatz mache. Aber so aufwändig wird es nicht sein, neben dem Anwender ein neues eindeutiges Feld für einen Aliasnamen zu verwalten. Sie müssten lediglich die Anmeldeprozedur abändern, indem zuerst auf einen Aliasnamen geprüft wird. Schlägt diese Anmeldung fehl, wird die Anmeldung mit dem Benutzernamen versucht. Somit ändert sich zunächst nur die Anmeldeprozedur. Intern verwenden Sie weiterhin wie bisher den Benutzernamen.
Zusätzlich müssten Sie wohl nur noch an 3 Stellen kleine Anpassungen vornehmen. Zum einen sollte, sofern verwendet, oben links der Aliasname des aktuell angemeldeten Benutzers angezeigt werden (denken Sie an das Scheidungsproblem). Und im UMA-Administration-Center müsste unter Setup | Konten die Liste der vorhanden Konten neben dem Benutzername noch der Aliasname gelistet werden. Zuletzt natürlich in der Kontenverwaltung die Eingabemöglichkeit für das neue Feld Aliasname.
Wenn wir schon bei der Anwenderliste unter "Setup | Konten" sind, eine Anmerkung: Haben Sie schon unsere Bitte nach einer Abfrage, ob der Benutzer gelöscht werden soll, umgesetzt? Wir haben nun Benutzernamen, welche nach Ihrer Aussage in der neuen Version nicht mehr zulässige Zeichen enthalten. Sie können also in dieser, für die aktuelle Version nicht mehr zulässigen Form, nicht mehr angelegt werden. Ein ungeschickter Klick im Browser auf entfernen sorgt dafür, dass dieser Anwender ohne weitere Nachfrage sofort gelöscht ist. Wiederanlegen geht aber dann auch nicht, da der Name, nachdem gematcht wird, so nicht mehr eingegeben werden kann. Die archivierten E-Mail sind für den Anwender unwiederbringlich verloren. Meiner Ansicht nach dürfen, ja müssen Sie alle für den im Hintergrund arbeitenden IMAP-Server gültigen Zeichen für Benutzernamen zulassen. Zumindest müssen Sie die bis dato möglichen Zeichen weiterhin zulassen und dürfen diese nicht beschränken. Sonst läuft man Gefahr, das Archiv für einen Benutzer zu verlieren. Und denken Sie an die Sicherheitsabfrage beim Löschen. Der sicherste Weg wäre, den Anwender aufzufordern, den zu löschenden Benutzername ein weiteres Mal einzugeben, bevor dieser dann endgültig gelöscht wird. Sicherheit geht hier eindeutig vor Benutzerkomfort.
Zuguterletzt möchte ich Ihnen noch eine Lücke nennen, wie im aktuellen System ungültige Benutzernamen eingegeben werden können. Lesen Sie bitte die nachfolgende Zeile über die CSV-Import-Schnittstelle ein:
Test Tester,Test.2017,Test,Tester,
test@isential.de
Durch eine solche falsche CSV-Datei sind übrigens meine 2 falschen Anwender in die UMA gelangt.
Viele Grüße
Joachim Braun
isential gmbh