Geschwindigkeit / Performance V10

Moderator: Securepoint

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jungbuero
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Geschwindigkeit / Performance V10

Beitrag von jungbuero »

Hallo Zusammen,

ich hätte gerne mal von anderen Securepoint-Administratoren gewusst, wie das Befinden im Bezug auf die Performance der Appliances mit V10 ist.

Wir -ein Systemhaus in Rheinland-Pfalz- vertreiben erst seit wenigen Monaten die Geräte von Securepoint. Grundsätzlich alles in bester Ordnung. Aber schon die erste RC100 mit V10, die bei uns zum Einsatz kam, vermittelte mir den Eindruck der akuten Trägheit. Beim starten, beim bedienen per Manager, per Web, egal wo, alles dauert immer sehr lange. Z. B. vom Einschalten bis zum tatsächlich möglichen Zugriff aufs Internet, vergehen ca. 5 Minuten. Mein Windows XP braucht dafür gerade mal 25 Sek. (nur mal so als Vergleich :-) )

Ein Kunde bekam dann eines Tages eine RC200. Bei diesem Gerät erhoffte ich mir bessere Performance, da ja auch die Hardware leistungsstärker ist. Pustekuchen, nicht wirklich fühlbar schneller als bei unserer RC100. Und wenn man bei einer Konfiguration immer wieder mehrere Sekunden auf das Öffnen von Fenstern oder Seiten warten muss, nervt das gewaltig.

Vor ca. 2 Wochen traf die von einem anderen Kunden bestellte Piranja ein. Natürlich erst mal angeschlossen das Gerät und starten lassen. Da bin ich –und andere Personen die eher weniger mit den Firewalls zu tun hatten- fast vom Stuhl gefallen. Zick, Zack, fertig geladen … Puff, Peng, Konfig da. Was ist da los?!?

Noch vor Eintreffen der Piranja, habe ich aus lauter Verzweiflung, und dem Gefühl, das die Kollegen schon denken „was jammert der als wegen der Geschwindigkeit“, diverse Test gemacht.
Als Konfigurationsgerät immer dasselbe Samsung Laptop, und immer am lokalem Netz der FWs angeschlossen. Zum Vergleich zur RC100 und RC200 habe ich die SP-Software in eine virtuelle Maschine (VirtualBox) installiert. Was allein hier schon an Performancezuwachs zu verzeichnen war, unglaublich.
Des Weiteren habe ich eine eigene Maschine dafür zusammengeschraubt. Die Hardware nichts Besonderes und steinalt. Dual Pentium III mit jeweils 933MHz, 768MB SDRAM PC133, 40er IDE HD (am MB mit UDMA66), und noch 3 Stück 3Com 3C905TX. Sie SP-Software installierte absolut problemlos (hierzu auf jeden Fall ein Lob an die Entwickler), erkannte auch die Hardware und sogar alle 3Coms. Gut, die „Wurst“ zieht SP auf dem Rechner auch nicht vom Teller, ganz klar. Aber damit kann man tatsächlich noch flüssig arbeiten, und das starten des System dauert nicht länger als eine Minute. Absolut erträglich.

So, das Einzige was die SP beschleunigt, scheint neu Hardware zu sein. Die mit VIA ausgestatten Modelle scheinen von Natur aus etwas schwach zu sein. Richtig viel Dampf hat man eigentlich nur auf reiner Intel-Hardware. Den Vergleich machte ich nämlich auch. Die SP lief auch auf einem Board mit nForce2 und nem Athlon 2400+, und auch auf einem mit VIA-Chipsatz. Aber auf einem Intel-Rechner mit vergleichbaren MHz und RAM absolut Pfeilschnell.

Nun ja, und ein SP-Supportmitarbeiter schob die Problematik unter anderem auf Java, welche mehrere MBs umfasst, die geladen werden müssen. Auch ging er nicht auf meine Vergleiche bzw. Tests ein, die ich ihm umfassend erläuterte.
Und da ihm die Leute die Geräte nicht um die Ohren werfen, kann in meinem Fall von einer Ausnahme gesprochen werden. Tut mir leid, sehe ich etwas anders. Eine RC100, eine RC200, alte Hardware, krottenlahm, eine Piranja mit Atom-CPU, die zudem noch von einer CompactFlash bootet, geht ab wie der Blitz?

Klar, mag stimmen das die Software wesentlich mehr Umfang hat, und mehr geladen werden muss, aber somit scheint dann die V10 auf den Appliances, die nicht über schnellere Intel-Hardware verfügen, unbrauchbar zu sein. Und interessanterweise werden die aktuellen Geräte, inkl. RC100, 200 usw. nun mit Intel-Atom CPUs ausgeliefert. Ob da jemandem aufgefallen ist, das 500MHz und nicht-Intel Hardware schnarch langsam ist? :-)

Meine Hoffnung ist nun noch das entgegenkommen unseres Lieferanten, unsere VIA RC100 gegen eine mit aktueller Hardware, für einen vernünftigen Kurs zu tauschen. Wir können das ja so nicht mal einem Kunden präsentieren, so träge ist das im Moment.

Gruß, M. Uecker

carsten
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Beitrag von carsten »

Hallo,

haben Sie bei Ihren Tests die Versionsstände berücksichtigt?
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Mario
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Beitrag von Mario »

Die aktuelle Piranja ist deutlich leistungsfaehiger als die "aelteren" RC100/Piranja. Wir haben vor ueber einem Monat die Hardware gewechselt.

Zusaetzlich ist die Softwareversion und der verwendete Browser entscheident.
Die "alte" RC200 war uebrigens deutlich schneller als ihre Kollegen (Piranja/RC100)
Die RC200 hat einen 1GHz Celeron M Prozessor, die RC100/ Piranja einen Via C3 oder C7 mit 500MHz/ 1000MHz und sind deswegen deutlich langsamer. Vom Einschalten bis zur Verfuegbarkeit koennen deutlich unterschiedliche Wartezeiten auftreten. Falls die Geraete direkt von Wortmann bezogen wurden, werden beim ersten Start die SSH-Keys generiert, was je nach Geschwindigkeit der Maschine von 5 - 10 Minuten dauern kann. Eine RC200 wird generell in weniger als 5 Minuten fertig sein, die neuen Geraete liegen in dem selben Zeitrahmen.

Noch ein Punkt ist die Festplattenkapazitaet. Beim Booten wird das Dateissystem ueberprueft. Da die Piranja wegen der Compact-Flash Karte und deren geringen Kapazitaet deutlich eher fertig sein duerfte, wird eine RC200/RC100 hier deutlich laenger benoetigen, da hier HDDs eingebaut sind.

Das Webinterface sollte mit der aktuellsten Firewall-Version und einem PC, der etwa 2003 Stand der Dinge war, problemlos und nicht zu traege arbeiten.

"Schnarch-langsam" ist von der Situation abhaengig. Fuer den Betrieb der Firewall mit der entsprechenden Anzahl an Nutzern reichen die 500MHz (5 User) oder 1000Mhz (10User) VIA-CPUs vollkommen aus, wenn man nicht gerade 100MByte E-Mails verschickt. ;) Fuer andere Zwecke sind diese CPUs wirklich langsam. Privat hatte ich mal Windows XP auf einer dieser Maschinen aufgespielt. Dafuer reichen diese CPUs definitv nicht aus.
Zuletzt geändert von Mario am Mo 29.03.2010, 11:20, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Grüßen

Mario Rhein
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